Dallmer Komplettschuh
Immer wieder werden wir gefragt, welche Hufschuhe wir persönlich empfehlen. Die Antwort die wir dann geben könnte fast von einem Juristen stammen: Es kommt darauf an! Viele Faktoren spielen da eine Rolle. Tendenziell raten wir zu den erprobten Produkten von Dallmer (Dallmer Clog) und von Landers (Renegade Hoofboots).
Viele Kunden gehen leider nicht von den tatsächlichen Fakten aus, sondern verlassen sich lieber auf gut gemeinte Ratschläge der Reiterfreunde. Kann ich natürlich auch verstehen. Wenn der langjährige Reiterfreund(in) gute Erfahrungen mit den Dallmer gemacht hat, glaubt man dem natürlich. Aber jedes Ding hat ja bekanntlich zwei Seiten. Nur weil der Boxennachbar mit den Renegades gut klar kommt, muss mein Pferde ja auch nicht unbedingt damit gut klar kommen.
Letztens habe ich zum Beispiel einer Kundin bei der telefonischen Beratung zu Dallmer Clogs geraten. Eine Stunde später (das Paket war bereits versandfertig) rief die Kundin nochmals an und änderte die Bestellung in ein Paar Renegade Hoofboots. Im Grunde kein Problem, da das Paket ja noch nicht im Versand war. Aber lustig fand ich die Aussage: Meine Stallkollegin hat gesagt ich solle mich nicht bequatschen lassen sondern die (nach Ihren Erfahrungen) besseren Renegades nehmen. Das ich nur fachlich richtig beraten habe war beim zweiten Gespräch nicht mehr von Bedeutung. Naja, die Renegades sind deutlich teurer und verdienen tun wir da auch mehr dran. Und im übrigen ist ja der Kunde König.
Aber zurück zum Thema: Ein oftmals vorgebrachter Einwand ist der, dass die Dallmer ja unten offen sind. Bei fühlig laufenden Pferden hat man da oft die Befürchtung, dass sich doch von unten Fremdkörper in die Sohle drücken. Das Argument zieht allerdings jetzt nicht mehr. Denn die Firma Dallmer bietet Einlegesohlen an, die den Schuh nach unten hin dicht machen.
Einziges Manko dabei ist, dass man die Einlegesohlen zuschneiden muss. Das ist aber im Grunde kein Problem. Für unsere Kunden bieten wir sogar den kostenlosen Service an, die Einlegesohlen zuzuschneiden bzw. grob vorzuschneiden. Der Kunde braucht dann nur noch die Feinanpassung zu machen. Das geht mit einer Raspel oder für Mutige auch mit dem Teppichmesser (Achtung Verletzungsgefahr) sehr gut und ist auch durch ungeschickte Menschen durchaus machbar. Dann hat man einen tollen, robusten Hufschuh und spart auch noch.
Sofern Sie sich übrigens wundern, wofür die 6 Löcher in der Sohlen sind: Da werden die Spikes reingesteckt.
Tierhaltung in der Mietwohnung
Als Pferdehalter stellt sich dieses Problem ja in der Regel nicht
. Denn leider haben ja die wenigsten Reiter die Möglichkeit ihr Pferd direkt am Haus unterzubringen. Und diejenigen, die in der glücklichen Lage sind, verfügen meist über Immobilienbesitz. Aber diesen Beitrag finden Sie ja nicht umsonst in der Rubrik Hunde. Denn viele Reiter und Pferdefreunde haben ja noch andere Haustiere. Ganz oben in der Gunst der Reiter steht da natürlich der Hund. Aber gerade wenn noch (kleinere) Kinder zur Familie gehören kann es auch durchaus mal ein Hamster, Meerschweinchen, Hase, ……..bis hin zum Aquarium/Terrarium sein.
Als Mieter stellt sich da ziemlich schnell die Frage weiterlesen… »
Sattelhalter als Schmuckstück
Ich bin ja mehr der praktisch veranlagte Mensch. Das sieht man bei mir nicht nur am Stall, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Dementsprechend ist ja auch unser Sortiment aufgebaut. Aber ich gelobe Besserung und habe ja auch schon den ein oder anderen Dekoartikel eingepflegt.
Denn ab und an soll man sich auch als Reiter mal was gönnen. Oder man braucht ein Geschenk weiterlesen… »
Ganz wichtige Informationen für Reitermädchen (und auch Jungen)
Ich hoffe Ihr habt ein eigenes Pferd.
Wenn nicht aber vielleicht eine Reitbeteiligung bei netten Pferdebesitzern. Alles klar, klasse! Ich wünsche euch viel Spaß dabei.
Aber bei einem Punkt sollte bei euch die Alarmglocken angehen. Es gibt nämlich (zum Glück sehr selten) einige Pferdehalter, die irgendwann wenn Sie mal schlechte Laune haben, oder sonst irgendwas denen nicht gefällt, mit der Drohung rüber kommen, dass Pflegepferd würde eingeschläfert. Meist wird diese Drohung dann ausgesprochen, wenn Ihr nicht ein bestimmtes Verhalten an den Tag legt.
Falls euch jemand auf diese Art drohen sollte, auf jeden Fall mit euren Eltern darüber sprechen. So etwas ist absolut nicht in Ordnung! Und wenn Ihr euch nicht traut mit euren Eltern darüber zu sprechen, dann vielleicht mit eurem Lieblingslehrer, Onkel, Tante, Opa, Oma, ach irgendjemand wird es bei euch ja wohl geben.
Kindesmissbrauch im Pferdestall
Waren Sie heute auf der Internetseite der Bild? Nein? Dann haben Sie nicht viel verpasst! Was mir beim Überfliegen der Überschriften (mehr kann und sollte man dort nicht lesen) aufgefallen ist, ist ein Artikel, der sich mit einem angeblichen Missbrauch von jugendlichen Mädchen in Hagen befasste. Dort wurde angeblich die Tierliebe eines Kindes sträflich mißbraucht. Und zwar mit der Drohung, sonst würde das geliebte Pflegepferd eingeschläfert.
Nunja, der Wahrheitsgehalt von Artikel in der Bildzeitung sowie deren Internetpräsens brauche und will ich hier nicht schreiben. Und was in diesem speziellen Fall vorgefallen ist, dass sollen mal besser die Gerichte klären. Aber sicherlich ist es nicht falsch, diesen Artikel mal zum Aufhänger zu nehmen, um Eltern und insbesondere Kinder etwas kritisch einzustimmen. weiterlesen… »
Dunkle Reiter
Nein, ich werde jetzt nicht makaber. Aber man sollte ja schon eine Übeschrift wählen, die den geneigten Leser neugierig macht. Die Überschrift hat aber (natürlich) einen ernsten Hintergrund.
Die dunkle (und kalte) Jahreszeit hat nämlich einige Tücken, die von vielen Reitern übersehen werden. Sie ahnen wahrscheinlich schon, worauf ich hinaus will. Die Sichtbarkeit von Pferd und Reiter! Mittlerweile wird es jetzt Ende September schon wieder gegen 20:00 Uhr dunkel. Und zwar so schnell, dass man innerhalb von 15 Minuten die Hand nicht mehr vor Augen sieht. Jaja, vielleicht etwas übertrieben, aber das Prinzip ist jedem klar. Wie beim Straßenverkehr heißt es gut sehen und gut gesehen werden.
Als Reiter oder auch wenn man sonst irgendwie mit dem Pferd unterwegs ist, sollte man stets daran denken, dass andere Verkehrsteilnehmer einen im Dunkeln schlecht wahrnehmen. Die bequemste weiterlesen… »
Pferdekauf vom Züchter oder besser Privat?
Ach ja, da habe ich mir ja diesmal ein Thema ausgesucht, da bekomme ich wahrscheinlich von allen Seiten Gegenwind. Denn leider sind da die Meinungen doch sehr verhärtet.
Zum einen gibt es die Befürworter des Züchtens.
Wenn man im Internet ein wenig nach „Reitsport Züchten oder Vermehren“ recherchiert, kommt man unweigerlich auf eine Vielzahl von Seiten, die das Züchten über alles stellen. Als kritischer Mensch habe ich mir mal ein paar Seiten angeschaut und habe festgestellt, dass es sich dabei überwiegend um Seiten handelt, deren Betreiber irgendetwas mit Pferdezucht zu tun hat. Das ist (aus mehreren Gründen) ganz normal. Zum einen möchten diese Menschen natürlich Ihre eigene Arbeit qualitativ hervorheben. Durchaus verständlich. Zum anderen ist die Pferdezucht mittlerweile praktisch ausschließlich in privater Hand. Es gibt zwar noch einige Staatsgestüte, aber der Großteil besteht aus privaten oder gewerblichen Züchtern. Und die suchen natürlich auch über das Internet Interessenten für Ihre Produkte. Bitte nicht über das Wort Produkte ärgern, das habe ich mit Bedacht gewählt. Denn hier stehen natürlich (auch) wirtschaftliche Interessen weiterlesen… »
Dallmer Clogs eine echte Alternative
Der große Renner auf dem Hufschuhmarkt sind ja seit einigen Jahren die Renegade Hoofboots. Ordentliche Schuhe, über deren Vor- und Nachteile ich ja schon berichtet habe. Nach den Marquis, bei denen wir die recht unpraktische Handhabung bemängeln, geht es jetzt mal den Dallmer Clogs an die Substanz.

Ich sage es gerade heraus und ohne Umschweife, die Dallmer sind eine wirkliche Alternative zu den Renegades. Die Hufschuhe sehen ebenso gut aus wie die Renegades und werden vom Prinzip ähnlich angewendet. Statt Bändern und Stahlseilen zum Spannen sind es hier nur Bänder, die aber Ihren Sinn und Zweck eben so gut erfüllen. Und wenn ich an die Vielzahl von Stahldrähten denke, die ich bereits als Ersatzteile für die Renegades verkauft habe, ist das Prinzip von Dallmer vielleicht sogar besser.
Bezüglich der Hufbreite sind die Dallmer Clogs flexibel weiterlesen… »
Renegade Hufschuhe – Cutback selber herstellen
Wie man prinzipiell mit den Renegades umgeht und auch einige Tipps aus der täglichen Praxis habe ich ja bereits im ausführlichen Artikel (Renegades Anziehen, Ausziehen, Einstellen) beschrieben. Worauf ich nicht eingegangen bin, sind die Cutback.
Mit Cutback bezeichnet die Firma Landers die Variante, bei der die Sohle um einen Zentimeter gekürzt ist. Natürlich bestellen wir Ihnen gerne die Cutbackversionen. Aber das ist im Grunde gar nicht notwendig. Einen Cutback kann man mit etwas Geschick selber aus dem regulärem Hufschuh machen. Hierfür braucht man nur etwas handwerkliches Geschick und ein Schleifgerät.
Zuerst zeichnet man mit einem Stift an, wie viel Material von der Sohle entfernt werden soll. Man ist beim selber machen ja nicht gezwungen den kompletten Zentimeter weiterlesen… »
Lieferzeiten bei Reitsportzubehör
Als Kunde wundert man sich ja schon das ein oder andere Mal über lange oder ungenau angegebene Lieferzeiten. Da fragt man sich doch allen ernstes, was denn die Einzelhändler da so veranstalten. Aber jetzt muss ich doch mal für mich, aber auch für viele meiner Berufskollegen, eine Bresche schlagen.
Ich verfüge über langjährige Erfahrungen im Einzel- und Großhandel in verschiedenen Branchen. Zur Zeit betreibe ich einen Onlineshop für Hufpflegeprodukte und Hufschutz. Und was in dieser Branche so abläuft, da kann man des öfteren nur mit den berühmten Ohren schlackern (hier im Ruhrgebiet ein Synonym für vollkommen unverständliche Dinge).
Ein ständiges Ärgernis sind Hufschuhe aus Amerika. Nein, nicht weil der Weg über das große Meer so lang ist. Sondern leider, weil die Großhändler offensichtlich nicht professionell arbeiten. E-Mails werden oftmals erst nach einiger Zeit beantwortet, Aufträge eher schleppend bearbeitet und wann denn dann mal die Ware verschickt wird, steht in den Sternen. Das man als Großhändler einen gewissen Lagerbestand hat, davon haben die Herrschaften wohl noch nichts gehört. Dies dem Endverbraucher zu erklären, dass bleibt dann dem Einzelhändler vorbehalten.
Aber in Deutschland ist es nicht viel besser. Mittlerweile warten wir seit fast vier Wochen auf ein Hufpflegemittel. Alleine der Arbeitsaufwand, nachzuhalten welchen Kunden man noch fehlende Artikel nachsenden muss, ist immens. Und über die zusätzlichen Versandkosten wollen wir beim Preiswettbewerb im Internet der Höflichkeit halber kein Wort verlieren.
Reicht Ihnen das als Beispiele? Ich kann noch einen drauf setzen. Und zwar sind wir mitten in der Saison, die Insekten freuen sich Ihres Lebens. Was wird da wohl am meisten von den Kunden nachgefragt? Richtig, Fliegen- und Insektenschutz. Sie wissen das, mir ist es ebenso bekannt. Nur nicht einigen Großhändlern. Die können nämlich (genau wie im letzten Jahr) keine Fliegenmasken mehr liefern. Manchmal habe ich das Gefühl, wir als „kleine Einzelhändler“ sind die einzigen, die einen Lagerbestand führen. Den größeren Händlern ist es offensichtlich egal (Lagerkosten minimieren) und die Großhändler sollten sich Ihr Lehrgeld zurück geben lassen.
Wenn Sie also das nächste mal bei einem kleinen Einzelhändler etwas länger auf Ihre Ware warten müssen haben Sie etwas Geduld und vor allem Mitleid. Der Einzelhändler ist das letzte Glied in einer langen Kette und muss die Fehlentscheidungen und das Missmanagement anderer mit ausbaden.
Nachtrag vom 25.09.2011
Es gibt übrigens auch positive Beispiele. Namentlich möchte ich hier wegen der wirklich professionellen Arbeit die Firma Dallmer. Ein wirklich guter Service, schnelle Lieferungen, kompetente und motivierte Mitarbeiter. Da macht das Leben als Einzelhändler wieder Spaß.
Und aus Amerika importieren wir jetzt direkt. Praktisch wenn man einen guten Freund in Amerika hat.



